Roadtrip Westküste: Start!

Mittwoch, 19.07.2017

Nun ging es aber wirklich los! Nochmal volltanken, Musik und Navi an... erstes Ziel: Roadhouse Sandfire

Die Fahrt dauerte ca. 4 Stunden und am Anfang musste ich mich noch etwas an das Auto gewöhnen. Ich fuhr am Anfang doch immer sehr auf der linken Seite, da ich das Auto schlecht von der anderen Seite aus einschätzen konnte.. :D 

...und da kamen sie. Kilometerlange Straßen, die sich einfach nur vor uns geradeaus in der Landschaft erstreckten.! Wir mussten uns erstmal drauf einstellen, regelmäßig zu tanken, da wir nie genau wussten, wann denn nun die nächste Tankstelle kommt. Es gibt dort viele Raststellen und zwischendurch auch mit Klos dabei. 

Da Freecamping in Australien verboten ist, mussten wir auf dem gesamten Roadtrip immer auf Caravanparcs. Die Strafen beim erwischt werden wollten wir dann doch nicht auf uns nehmen. 

Sandfire war also unser erster Stopp. Es gibt dort eine Tankstelle und dahinter einen kleinen Platz, wo wir über Nacht stehen konnten, sogar mit Dusche! Wir waren auch nicht die Einzigen, dort standen auch viele ältere Paare mit ihren großen Wohnwagen (die wir wirklich ÜBERALL gesehen haben :D ), die uns dann auch gerne ansprachen, was so unsere Pläne sind. Außerdem wohnten dort viele Pfauen, ein Rind und ein Kamel. 

Aber weiter gings! Vorbei an sich immer wieder wechselnden Landschaften, Rindern und tollen Aussichten. Weitere Stunden im Auto später und einem kurzen Zwischenstopp am "Eight mile beach" waren wir in Port Hedland, eine Stadt, die bekannt für Ihren Salzabbau ist. Sie sieht sowieso an vielen Stellen aus wie eine Arbeiterstadt. Wir verbrachten dort zwei Nächte, was wir später bei fast jedem Ort so handhabten. Wir stockten unseren Nahrungsvorrat noch einmal auf und versuchten, nach meinem Nervenzusammenbruch, weil ich meinen Ebookreader zerstört hatte, einen neuen zu finden. Schwerer, als erwartet .. Die Stadt selbst teilt sich auf in North und South Port Hedland. Der südliche Teil ist deutlich neuer und bietet viel mehr Einkaufsmöglichkeiten, allerdings muss man erst ein Stück fahren.

 

Einmal im Monat gibt es an bestimmten Stellen der Westküste den sogenannten "Staircase to the moon". Der Vollmond geht über dem Meer auf (Ebbe) und das Licht des Mondes sieht aus wie Treppenstufen. Broome wirbt sehr dafür und so sahen wir uns dieses Phänomen dort an. Aber als wir in Port Hedland ankamen, stellten wir fest, dass wir den Staircase auch von dort sehen konnten. Also ging ich am letzten Abend nochmal ans Meer, um den Mondaufgang ein weiteres Mal zu beobachten. Es ist wirklich wunderschön! :)

So, nächstes Ziel? ... der Karijini Nationalpark! 

Broome und Besuch von Julia!

Dienstag, 13.06.2017

Nachdem ich gut mit dem Flugzeug in Broome angekommen war, ging es für eine Nacht ins Hostel. Ich suchte mir eins ganz in der Nähe des Flughafens, da am nächsten Tag meine Freundin Julia aus Deutschland ankam und ich sie natürlich in Empfang nahm! 

Die Freude war riesig und ich habe sie direkt mit allem vollgeblubbert. :D Also wieder ab ins Hostel (diesmal etwas außerhalb, aber am Meer gelegen) und früh ins Bett, weil die Zeitumstellung ja doch etwas an den Kräften zehrt. 

Am nächsten Tag... war mein Geburtstag!! Jeiij, Jippiih! Hurra! ... und das Beste: ich war nicht alleine! Wir gingen den Tag ganz ruhig an, erstmal ein bisschen die Stadt erkunden und dann schön an den Strand legen. :) Wir durften allerdings nicht ins Wasser, da an dem Tag ein Krokodil gesichtet wurde. Abends ging es dann noch in ein Restaurant. Ich war auf jeden Fall super froh, Julia dabei zu haben.:) Alleine wäre ich wohl doch etwas traurig gewesen..

Julia hatte vor, 6 Wochen mit mir in Australien zu verbringen und wir wollten zuammen die Westküste bis nach Perth runterreisen. Aber bevor es wirklich an die Planung ging, machten wir die nächsten zwei Tage Tagestouren, um Broome und Umgebung etwas mehr zu erkunden, denn das lohnt sich wirklich! 

Erste Tour: Morgens ging es los, erstes Ziel war der "Boab Prison Tree" - der Baum gehört zu einer Art, wobei das Innere des Stammes hohl ist. Dieser bestimmte Baum wurde vor vielen Jahren gefunden und dann oft dazu benutzt, Gefangene, die von Ort zu Ort gebracht wurden,  über Nacht dort einzusperren. Vor die Öffnung wurden dann einfach ein paar Bretter genagelt und dann konnten die Bewacher ruhig schlafen. 

Anschließend ging es zum "Windjana Gorge".  Dort war es wirklich richtig schön! Wir liefen an einem riesigen Berg vorbei und das Wasser war richtig grün, man konnte die Fische schwimmen sehen und ich habe das erste Mal Krokodile in freier Wildbahn gesehen! Die ganze Gegend war echt beeindruckend.

Als letzten Punkt waren wir im "Tunnel Creek" - dies ist ein großer Berg, der innen mit Wasse gefüllt ist. Wir haben also Stirnlampen bekommen (und naße Schuhe) und sind dann durch Wasser und Gestein einmal durch den Berg gelaufen. Es ist sehr interessant und hat schon Spaß gemacht. :D Danach war zwar alles voller Sand und Wasser, aber was solls! Dann ging es wieder nach Hause, was auch wieder mehrere Stunden dauerte.

Zweite Tour: Diesmal ging es zu der Lombadina Aborigine-Gemeide, welche uns in einer kleinen Führung gezeigt wurde. Danach ging es auf eine der bekanntesten Perlenfarmen Westaustraliens, die Cygnet Bay Pearl Farm! Auch dort bekamen wir eine Führung, es war super interessant und wir konnten auch sehen, wie ein Mitarbeiter eine Perle aus einer Auster geholt hat. Uns wurden die verschiedenen Farben und Formen der Perlen gezeigt, sowie die Geschichte und die Zucht der Austern erklärt. Im Anschluss konnten wir sogar mal ein Stück Auster probieren! ... Für mich war es nicht wirklich was, schmeckt halt fischig :D Aber das Fleisch ist härter als gedacht. 

Dort aßen wir dann noch zu Mittag, wo wir uns mit einem tasmanischen Pärchen unterhielten. Diese luden mich direkt ein, ein paar Wochen bei Ihnen zu verbringen! ...Tasmanien war nicht wirklich auf meinem Plan..aber warum nicht ! :D

Als letztes ging es dann noch an einen Strand, wo wir Gelegenheit hatten, etwas zu schwimmen. Danach ging es wieder ab ins Hostel. :)

Die nächsten Tage schauten wir uns noch Broome an, besuchten einen japanischen und chinesischen Friedhof (viele von Ihnen kamen wegen des Perlengeschäftes nach Broome) und besuchten einen Markt. 

Dazu etwas zu der Stadt Broome: Sie ist wirklich nicht groß :D Also echt übersichtlich und dabei hat sie alles, was man so braucht. Es fährt genau ein Bus durch die Stadt und in die etwas außerhalb liegenden Gegenden, wo die meisten Hostels und Unterkünfte zu finden sind. Es gibt viele Restaurants und der Strand dort ist wirklich sehr schön! :) Broome ist außerdem bis jetzt die einzige Stadt, wo ich keine einzige Ampel gesehen habe.. :D (vllt habe ich aber auch eine übersehen.) Julia und ich fanden die Stadt auf jeden Fall echt schön, gutes Wetter hatten wir ja auch (immer um die 28 bis 30 Grad). 

Nun ging es aber mal daran, unseren Roadtrip zu planen! .. Wir hatten mehrere Möglichkeiten. Ein Auto zu kaufen, aber da wir dieses am Ende wieder hätten verkaufen müssen, hätte sich das nicht wirklich gelohnt. Wir hätten mit dem Bus fahren können, aber wir wollten gerne freier sein und alles selbst entscheiden, wo und wann wir halten. Also entschieden wir uns dazu, für 4 Wochen ein Auto zu mieten, welches wir in Perth wieder abgeben konnten. :) Dieses Auto war unser Britzi <3 Es war ein 2WD und wir konnten darin schlafen und kochen. Ich übernahm den Part des Fahrers, da ich als einzige fahren kann :D Ich war froh, dass das Auto Automatik war, das war wirklich einfacher. Ich dachte eigentlich, das Linksfahren würde mir am Anfang mehr Probleme bereiten, aber ich habe mich sehr schnell dran gewöhnt. :) Wir holten also das Auto ab, machten einen Großeinkauf und fuhren auf den ersten Caravanpark! Dieser war noch in Broome, da wir noch 2 Tage da bleiben wollten. Auf dem Caravanpark habe ich dann auch schnell festgestellt, dass der Rückwärtsgang nicht so Britzis Ding ist... Aber gute Übung! :D Außerdem konnten wir uns dann schonmal etwas im Auto einrichten.

Aber dann mussten wir Broome byebye sagen! Unser Roadtrip an der Westküste begann.! :)

Darwin

Dienstag, 13.06.2017

Nach der Schmetterlingsfarm ging es nun weiter für mich nach Darwin. :) Ein Bekannter von Chris nahm mich mit und so war ich schnell dort und in meinem Hostel. :) Hier gedachte ich nun, vier Tage zu verbringen.! Also auf, die nächste Stadt erkunden! ... den ersten Tag allerdings verbrachte ich nur im Hostel. :D Ich war nicht sehr motiviert und musste mich auch am zweiten Tag eher hochquälen, was einerseits am Wetter lag, andereseits war ich aber auch irgendwie total erschlagen. Aber als ich dann den Strand von Darwin besuchte, ging es mir wieder besser. :)

Darwin an sich ist wirklich keine grosse Stadt. Sie liegt am Meer und bietet deshalb nette Strände. Die Stadt selbst besteht aus drei Strassen, eine davon ist die "Partystrasse", wo die meisten Hostels liegen und alle Kneipen und Bars. Es gibt allerdings auch ein paar interessante Sehenswürdigkeiten (meist etwas ausserhalb der Stadt), schöne Wanderwege und ein paar Attraktionen. 

Am nächsten Tag aber ging dann erstmal das Sightseeing los! Ich lief einmal durch die Stadt, was nun wirklich nicht lange dauerte.. und besuchte das Parlamentsgebäude Darwins, sowie die dort enthaltene Stadtbibliothek und das Archiv. Das war schon echt interessant und das Parlamentsgebäude ist wirklich schön. :o Anschließend besuchte ich das Visitorcentre (die gibt in wirklich jeder Stadt, ob groß oder klein und sind eine große Hilfe (: ), um mir ein paar Tips zu holen, wie ich die Tage am Besten nutzen könnte. Also ging es für mich danach zum "Town Wharf", dort gibt es ein Museum über die Geschichte Darwins, genauer gesagt geht es dort um ein großes Kriegsereignis und die Geschichte des RFDS. 

19. Februar 1942, 2. Weltkrieg: Um 09:15 morgens wird der Hafen von Darwin von der ersten Angriffswelle japanischer Flugzeuge angegriffen. Ein paar Stunden später kommt die zweite Angriffswelle. Insgesamt waren ca. 240 Flugzeuge beteiligt, sowie einige Kriegsschiffe. Der Angriff wurde vom gleichen japanischen Befehlsherr geleitet, welcher schon  den Angriff auf Pearl Harbour wenige Monate zuvor geplant hatte. Darwin war komplett unvorbereitet, sie konnten den Angriffen nicht viel entgegensetzen und viele Menschen starben. Dies war der erste Angriff, der in Australien stattfand. 

Heute sieht man in ganz Darwin überall Überbleibsel des Angriffes, viele Museen und Denkmäler.

RFDS: Der "Royal Doctor Flying Service" wurde 1911 von John Flynn ersonnen, da er den Menschen in den abgelegen Gebieten Australiens, besonders im Outback, die Chance einer schnellen und guten Versorgung bei Krankheiten, Unfällen etc geben wollte. 1928 wurde sein Traum dann Wirklichkeit, als ein Freund und Unterstützer die ersten Schritte in die Wege leitete. Über die ganzen weiteren Jahre wurde ein Flugzeug angeschafft, ausgebaut für Krankentransporte und medizische Utensilien und der erste Arzt und Pilot erklärten sich bereit, zu den Menschen zu fliegen. Nach und nach kamen weitere Flugzeuge, Ärzte und auch Krankenschwestern dazu. Die ersten Radios und Telefone" wurden genutzt, um mit den Kranken zu sprechen und bei einem Besuch der Queen in Australien sprach sie mit den Menschen des Outbacks und verlieh dem "Flying Doctors" das "Royal" .

Mittlerweile umfasst der RFDS um die 61 Flugzeuge mit neuesten medizinischen Instrumenten, sie beschränken sich nicht mehr nur auf das Outback, sondern decken 80% Australiens ab und erreichen an die 278 000 Menschen. Wenn es irgendwo Notfälle gibt und Menschen schnell von einem Ort zum anderen gebracht werden müssen, hilft auch hier der RFDS. 

Ich bin absoluter Fan vom RFDS, ich finde es so unglaublich toll, was aus einer Idee entstanden ist, wie viele Menschen dadurch Hilfe bekommen und was alles geleistet wird! Wirklich eine tolle Organisation! <3 

In dem Museum wurde also alles über diese beiden Themen erklärt und gezeigt. Es gab Hologrammfilme, ein RFDS- Flugzeug und viele technische Neuheiten, Hologramme des damaligen Bürgermeisters von Darwin, dem man verschiedene Fragen über den Angriff der Japaner stellen kann und vieles mehr. Vor allem den Einsatz einer virtuellen Brille fand ich klasse. Es war das erste Mal,dass ich so eine Brille ausprobiert habe. Man konnte den Luftangriff der Japaner miterleben, war mal auf einem Schiff, im Flugzeug, dazu gab es einen Sprecher. Es war wirklich schon ein interessanter Ausflug in das Museum.

Anschießend lief ich noch etwas am Wharf entlang, man sieht viele Schiffe, es gibt dort einen Strand und Restaurants, es ist ganz hübsch da.

An meinem letzten Tag sah ich mir noch das normale Museum an, welches außerhalb liegt und sah mir einen weiteren Stadtteil an.. naja, eigentlich habe ich mir eher den Strand angeschaut :D an dem Tag war auch der wöchentliche Night Market am Strand, er startet zum Sonnenuntergang. Dort gibt es so unglaublich viel zu essen! Man kann sich viele Shows ansehen und Musikbands spielen. Der Market ist zu empfehlen! 

Aber meine Zeit in Darwin ging wieder zu Ende.. am nächsten Tag ging mein Flug nach Broome, die Stadt liegt weiter westlich und dort bekam ich weiteren Besuch von Zuhause!

 

Arbeit auf einer Butterflyfarm! :)

Dienstag, 13.06.2017

Da ich bereits in Alice Springs eine weitere Farm gefunden hatte, ging es fuer mich mit dem Greyhoundbus Richtung Darwin. Ich stieg allerdings in Adelaide River aus, denn die Farm befindet sich ca. eine Stunde Fahrt noerdlich von Darwin. Dort wurde ich von weiteren Wwoofern abgeholt. 

Die Farm wird von Chris uns seiner phillipinischen Frau Angel geleitet. Ausserdem waren dort fuenf weitere Backpacker aus Frankreich und Casper aus Deutschland, der dort mit seiner australischen Frau lebt und arbeitet.

Erstmal etwas zur Farm: Ich habe noch nie eine so interessante und tolle Farm gesehen! :D Es ist eine Schmetterlingsfarm, es gibt dort also ein Schmetterlingshaus, einen riesigen Garten, viele weitere Tiere, wie Ziegen, Schweine, Huehner, Enten, unglaublich viele Hasen, Hunde, und und und .. Ausserdem haben sie acht kleine Wohnungen fuer Gaeste, sowie ein Restaurant, um den Besuchern Breakfast, Lunch und Dinner anbieten zu koennen. Zudem gibt es dort eine Bananenplantage, sowie einen Pool und irgendwo auf dem Grundstueck versteckt Zitronenbaeume, Schildkroeten, wunderschoene Blumen und vieles mehr... :)

Dann kommen wir zu meinen Aufgaben auf der Farm: Ich habe eigentlich ueberall geholfen, wo Hilfe benoetigt wurde :D  sei es beim Bedienen der Gaeste, beim Zubereiten der Speisen und Getraenke in der Kueche, sowie das Putzen der Tische und Boeden. Ausserdem sammelte ich erste Erfahrungen im Bereich des Housekeeping. :) einen Tag stand ich auch auf dem Dach des Hauses, um die Solarzellen zu saeubern. :D Meine allerliebste Arbeit aber war, dass ich jeden Tag die wunderbaren Birdwings, die groessten Schmetterlinge Australiens, einfangen durfte. Dies geschieht zu ihrem schutz und morgens werden sie wieder freigelassen.

da ich sehr interessiert daran war, mehr ueber diese tollen Tiere zu erfahren, wurde ich mit dieser Aufgabe betreut (mein taegliches Highlight), sowie mit der Aufgabe, den Raupen regelmaessig neues Futter zu geben. Diese haben wir in extra Boxen, damit sie nicht von Feinden gefressen werden und sie alle zu ganz wunderschoenen Schmetterlingen werden. :)

Da ich generell unglaublich viel ueber Schmetterlinge erfahren wollte, standen mir Chris und Casper bei jeder Frage zur Verfuegung und erklaerten mir gerne alles Wichtige. :))

ein kleiner Schmetterlingsexkurs:

der Lebenszyklus der Schmetterlinge beginnt als Ei. Diese Eier brauchen zwei Wochen, bis aus Ihnen Raupen werden. Die Raupen fressen sich dann weitere zwei Wochen satt, sodass sie sich dann verpuppen. Als Kokone haengen sie letzten zwei Wochen so rum, bis sie sich dann zu wunderbaren schmetterlingen entfalten! :) Die Lebensspanne eines Schmetterlings betraegt leider aber nur bis zu drei Wochen. da wir die Raupen in den Boxen hatten, konnte ich die Schritte des Verpuppens und des Schluepfens mitverfolgen. :) Beim Schluepfen tropft aus den Kokonen Blut, was als Nachgeburt bezeichnet werden kann. Nach dem Schluepfen brauchen die Schmetterlinge erstmal ein paar Stunden, damit Ihre Fluegel trocknen koennen, bevor sie das erste Mal losfliegen. :) die Raupen, die ich immer aus den Boxen nahm, um deren Futter zu erneuern, haben als Abwehrmechanismus kleine Nadeln ueberall am Koerper, sodass ich mehr als einmal gepiekst wurde. Jede Raupe und jeder Kokon sieht natuerlich anders aus, als andere Arten. Auf der Farm gibt es fuenf verschiedene Schmetterlingsarten. 

 

Einen Tag ging es fuer mich auf eine Tour in den Litchfield Nationalpark! Da der Tourguide immer bei der Farm Pause macht, bot er mir an, mich einmal mitzunehmen. :) Der Park ist nahe der Farm gelegen und einer der groessten in Northern Territory, genau wie der Kakadu Nationalpark. Die Tour ging nur ein paar Stunden und beinhaltete einen kleinen Walk mit toller Landschaft, Schwimmen an zwei Wasserplaetzen und das Ansehen von Wasserfaellen. Ausserdem sah ich einen riesigen Termitenhuegel! Bei einem Wasserplatz wohnten zwei wunderhuebsche Warane und ich sah das Haus von gruenen Ameisen. :)

Alles in allem waren es wunderbare zwei Wochen! ich habe die Zeit dort sehr genossen. Auch wenn das Wetter mich doch sehr ausgelaugt hat dort, da es meist an die 30 Grad waren, mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Obwohl es bereits die Dryseason ist! Ich habe tolle neue Menschen kennengelernt, die mir vieles beigebracht haben und wieder habe ich einiges Neues gesehen und gelernt. :) Sei es verschiedene Arbeiten, Wissenswertes ueber Tiere, das Land und die Natur, sowie neue Sichtweisen und Denkanstoesse. :) Ich werde vor allem die Raupen sehr vermissen! 

Jetxt gebe ich euch noch den Leitspruch von Chris mit auf den weg : Be happy ! :))

 

 

 

Alice Springs

Freitag, 12.05.2017

Heute ist für mich der letzte Tag in Alice Springs. Drei Tage sind seit der Outbacktour vergangen. Ich wohnte in einem wunderbaren, süßen Hostel, definitiv mein Lieblingshostel bis jetzt hier in Australien. :) Ich schlief in einem Wohnwagen und überall im Garten gibt es Hängematten und einen Pool. Außerdem ist es relativ klein, sodass es nicht total überlaufen ist, was super angenehm ist.

Ich muss gestehen.. ich habe in diesen Tagen nicht wirklich viel gemacht. Ich wollte mich vor allem etwas ausruhen und auskurieren, da sich eine dicke Erkältung eingenistet hat. Ein paar Sachen habe ich trotzdem gemacht, zum einen war ich bei der "Kangaroo Sanctuary". :) Dies ist eine Einrichtung von einem Australier, in der er verwaiste Kängurubabies, die ihre Mutter auf dem Highway verloren, aufzieht. Außerdem kommen alle Kängurus, die verletzt sind, oder nicht fähig sind, in der Wildnis zu überleben, zu ihm. Viele kann er wieder auswildern, aber bei manchen geht das nicht und diese leben bei ihm in einem riesigen Gehege. Ich hatte dort die Möglichkeit, Kängurubabies zu halten, was wirklich toll war! :) Da die Babies es gewohnt sind, in einem Beutel zu leben und immer in Bewegung zu sein, vermittelt ihnen das ein Gefühl von Sicherheit. 

Außerdem war ich noch im "Reptile Centre"! :) Dort gibt es alles, was man sich vorstellt, Geckos, Schlangen, Eidechsen und vieles mehr. Dort war definitiv mein Highlight, dass ich eine 2,5 Meter lange Python um die Schultern gelegt bekommen habe ! <3 Wirklich wunderbare Tiere! :)) 

Anschließend ging es mit Nicole noch auf den "ANZAC-Hügel". Von dort aus kann man über Alice Springs schauen, diese Stadt ist wirklich nicht besonders groß. :D 

Ansonsten kann ich nicht wirklich viel zu Alice Springs sagen.. sie ist sicher keine hässliche Stadt, aber mich persönlich hat sie jetzt nicht so aus den Socken gehauen und viel zu sehen gibt es hier auch nicht wirklich .. Es gibt noch ein paar Nationalparks in der Umgebung, die ich allerdings nicht besucht habe. Fliegengibt es hier allerdings reichlich! Nur im Outback waren sie noch schlimmer. :D Was mich aber verwundert hat, dass Alice Springs fast vollständing von Bergen eingeschlossen ist. :o Ich habe sie mir als richtige Wüstenstadt vorgestellt mit nichts als dem weiten, flachen, Land. 

Den Rest der Zeit habe ich wirklich nicht viel gemacht hat, ich habe mich am Pool gesonnt, aber das muss ja auch mal sein. :D Nun geht es für mich heute Abend weiter mit dem Bus nach Darwin! 22 Stunden Busfahrt liegen vor mir und dann geht es dort direkt auf meine nächste Farm. :) 

 

3 Tage Outback - Tour!

Mittwoch, 10.05.2017

Nach einer kurzen Nacht im Hostel ging es dann morgens um kurz nach 5 los! Ich hatte diesmal den ersten weiblichen Tourguide, Sarah ist genauso alt wie ich und kommt aus Amerika. :) Die gesamte Gruppe war ein bunter Haufen aus 20 Leuten und auch Nicole, welche ich im Bus kennenlernte, War mit dabei. Das Wetter war durchgehend wunderbar und total warm.

Erster Tag: Unser erstes Ziel war der Uluru! Bis wir dort waren, verbrachten wir allerdings erstmal 5 Stunden im Bus. :D Dort angekommen sahen wir uns das 'Culture Centre' an, welche die Geschichte der dort lebenden Aborigines erklärt und deren Zusammenarbeit mit den 'Weißen', um das Land und deren heilige Stätten zu schützen. Danach machten wir eine kleine Wanderung um den Uluru, wobei wir interessante Geschichten über die Lebensweise uns Kultur der Aborigines hörten. Außerdem erfuhr ich, dass die Ursprungsfarbe des Uluru eigentlich mal blau war! Da der Stein dort aber zum großen Teil aus Eisen besteht und er dort schon an die 550 Millionen Jahre besteht, kommt die rote Farbe davon, dass er rostet! :o Nun mussten wir aber schnell weiter, damit wir den Sonnenuntergang am Uluru von weiter weg beobachten konnten und unser Dinner genossen. :) Anschließend ging es zu unserer ersten Unterkunft auf einem Campingplatz. Geschlafen wurde in beiden Nächten in sogenannten "Swags". Dies sind einfach große Schlafsäcke, in welchem ein normaler Schlafsack liegt. :D Der Kopf ist an der frischen Luft, was dann zwischenzeitlich doch recht kalt war.. 

Weg auf den Uluru Malereien der Aborigines Stelle , wo Zeremonien abgehalten werden

Zweiter Tag: Morgens um halb 5 ging es wieder hoch. Diesmal sahen wir den Sonnenaufgang beim Uluru und aßen dort unser Frühstück. Anschließend ging es 40 Minuten mit dem Bus zum Kata Tjuta. Dies ist eine weitere Ansammlung von riesigen Felsen, fast wie der Uluru, nur nicht ganz so alt. Dort ging es auf eine 7 Kilometer lange Tour, bei der wir eine  unglaubliche Aussicht hatten. Oben am Lookout machten wir eine kleine Pause, bis es dann wieder zurück zum Bus ging, vorbei an dem sogenannten "Elefantenfelsen". Von dort aus fuhren wir wieder zurück zum Uluru, wo wir nochmal ein paar andere Plätze anschauten, unter anderem das größte Wasserloch dort, welches nie austrocknet. Dann ging es auch schon zum nächsten Schlafplatz! Da dieser am Kings Canyon gelegen ist, dauerte die Fahrt 3 Stunden. Auf dem Weg dorthin hielten wir einmal an und sammelten Feuerholz für das geplante Lagerfeuer. Also alle mit angepackt und schnell weiter! :) Dort angekommen war die die Sonne dann auch bereits verschwunden. Wir saßen dann noch am Lagerfeuer, hatten Dinner und genossen den wunderbaren Sternenhimmel, in welchem man sogar die Milchstraße sehen konnte! Es war ein wirklich herrlicher Anblick. :) Dann aber wieder rein in die Swags, wir mussten ja früh hoch.

Essen wurde über dem Feuer gekocht

Dritter Tag: Nun ging es auf den Kings Canyon! Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir dort. Allerdings hatten ein paar der Teilnehmer nicht genug Wasser dabei und sie mussten zurück zum Bus. Wir anderen warteten am ersten Lookout und verpassten somit den Sonnenaufgang, was etwas schade war, aber nicht zu ändern. Als dann alle dort versammelt waren, merkte Nicole, dass eine Person aus unserer Gruppe verschwunden war. Gott sei dank tauchte sie am Ende wieder auf. Sie wartete bereits am Bus: Sie war die Tour alleine gegangen, weil sie dachte, wir wären alle vorgelaufen.... Da muss man jetzt nicht mehr näher drauf eingehen. Der Kings Canyon an sich ist auf jeden Fall auch wunderschön! Diesmal dauerte die Tour 4 Stunden und bot uns wiedermal wunderbare Ausblicke und eine tolle Landschaft. Mitten im Canyon liegt der sogenannte "Garden Eden", in welchem noch ein paar Pflanzen stehen, die aus der Zeit stammen, wo der Canyon mal ein Regenwald war. :o Auch dort gab es ein heiliges Wasserloch, wo die Aborigines Zeremonien abhalten. Nach der Tour ging es dann nach dem Lunch wieder an die 5 Stunden zurück nach Alice Springs. Eine Stunde vor der Stadt machten wir noch einmal Halt an einer Kamelfarm, bei welcher man Kamele reiten konnte. Mittlerweile sind Kamele in Australien eine Plage, es gibt dort an die 20 Millionen.. und sie stammen alle von 11 Kamelen ab. :D 

Die Pflanze, die in der dritten Stufe der Bestrafung benutzt wird

Wieder zurück in Alice Springs hatten wir noch ein gemeinsames Abendessen im Restaurant. Dies war ein gelungener Abschluss und wir hatten viel Spaß und gute Laune. :) 

 

Mein Fazit der Tour: ich fand sie definitiv gelungen. :) Auch wenn es manchmal etwas stressig war. Ich habe mich sehr auf das Outback gefreut und war nicht enttäuscht, besonders der Sternenhimmel hat es mir angetan. :D Mein persönliches Highlight war der Kata Tjuta. :) Ich war nach den 3 Tagen froh, wieder im Hostel zu sein, da ich doch sehr kaputt nach dem frühen Aufstehen und den Wanderungen war.  Aber nichtsdestotrotz sieht man unglaublich tolle Attraktionen, die wirklich eindrucksvoll sind. Vor allem so viel über die Geschichte und Kultur zu erfahren fand ich super! Außerdem bin ich sehr froh, nicht im Sommer die Tour gemacht zu haben! Denn dann können viele der Wanderungen nicht gemacht werden, weil es einfach zu heiß ist. Ich hätte also ziemlich viel verpasst. Also, ich kann die Tour auf jeden Fall empfehlen! :) 

Was allerdings wirklich schade war, dass viele der Teilnehmer unseren Tourguide nicht respektierten. Ja, sie ist weiblich, ja, sie ist jünger als manche der Leute und ja, sie ist keine Australierin. Meiner Meinung nach war es unglaublich respektlos, sie nicht ernst zu nehmen und ihre Anweisungen zu ignorieren. Man durfte im Kings Canyon nur bis zu 2 Meter an die Klippen gehen, da der Wind dort sehr stark ist und dort bereits Menschen starben. Generell ist diese Tour die gefährlichste der ganzen drei Tage. Das man sowas dann trotzdem macht, ist für mich unverständlich. Mein Respekt geht an die Tourguides, die diesen Job machen, ich könnte nicht ständig mit dummen und arroganten Menschen arbeiten. Vor allem, weil alles auf die Tourguides zurück fällt. Sollte jemandem was passieren, muss allein der Tourguide dafür gradestehen und bezahlen. Also bitte, respektiert diese Menschen, sie wollen nur, dass man das Beste aus der Tour mitnimmt und die Regeln sind für unsere eigene Sicherheit. :) 

Hier noch ein kleiner Exkurs über die Aborigines, da ich es super interessant finde: Der Uluru ist für sie eine heilige Stätte und man kann dort Plätze sehen, wo sie gelebt haben und ihre Zeremonien abhielten. Bei den verschiedenen Communities der Aborigines gibt es feste Aufgaben für Männer und Frauen. Genau dafür haben sie sogenannte "Secret Places", an denen Frauen den Mädchen und Männer den Jungen alles beibringen, was sie wissen müssen. Diese "Secret Places" gibt es auch am Uluru. Deshalb durften wir dort teilweise manche Stellen nicht fotografieren, da die Communities strikte Regeln haben: Sollte eine Frau einen "Secret Place" von den Männern sehen, oder andersrum, werden sie bestraft. Aus dem Grund gibt es sogar im Internet extra 2 verschiedene Seiten für Mann und Frau, wo sie nur Ihre Plätze sehen können. 

Ebenso ist der Kata Tjuta eine heilige Stätte für sie. Allerdings nur für die Männer, sodass die Frauen der Aborigines nichtmal in die Nähe dieser Berge kommen. 

Die Aborigines vermitteln ihren Nachfahren alles über "Tjukurpa". Dies sind Geschichten über Ihr Leben, die Gesetze und erzählen Ihnen, wo sie Wasserlöcher und Nahrung finden können. Bis heute haben die Aborigines nicht alles von Tjukurpa den "Weißen" erzählt und werden es wahrscheinlich auch nicht, da es für sie unglaublich wichtige Informationen sind. Das würde ich wohl genauso machen.. ;) Genau wie bei uns gibt es auch bei Ihnen Strafen, sollten sie Tjukurpa missachten.  Es gibt drei Stufen der Bestrafung, wobei die einzelnen Personen durch einen Ältestenrat schuldig gesprochen werden. (bei den Ältesten muss es sich nicht um alte Menschen handeln, es kann sogar ein 10-Jähriger dabei sein, solange er alles über Tjukurpa weiß und andere ihn als weise genug betrachten). Bei der ersten Stufe der Bestrafung wird dem Schuldigen ein Speer in das Bein gerammt. Bei der zweiten Stufe werden an beiden Füßen die Achillessehnen durchgeschnitten. Während dieser beiden Strafen gibt es einen Aufpasser, der dafür sorgt, dass die Leute die Bestrafung überleben. Bei der dritten Stufe gibt es diesen Aufpasser nicht mehr. Dabei wird den Bestraften eine milchige Flüssigkeit einer Pflanze in die Augen gegeben, wovon sie 6 Wochen lang blind werden. Anschließend werden sie mitten in der Wüste ausgesetzt und müssen mithilfe des Tjukurpa den Weg zurück zu Ihrer Community finden. Schaffen sie es, wird Ihnen alles erlassen und sie können weiterhin normal mit den anderen leben. Schaffen sie es nicht, ist das ihre Strafe. 

Es gibt einen Film nach einer wahren Begebenheit, wo ein paar Aboriginekinder der "Stolen Generation" nach Adelaide gebracht wurden. Aber sie konnten fliehen und anhand Ihres Tjukurpa fanden sie den Weg zurück zu Ihren Familien. 

Außerdem bitten die Aborigines darum, dass Menschen nicht mehr auf den Uluru klettern. Unser Tourguide nannte uns dafür drei Gründe. Erstens, es ist einfach unglaublich gefährlich. Es gibt nur an einer Seite ein Seil, an dem man sich festhalten kann beim Aufstieg. Dort oben ist es sehr windig und viele Menschen sind dort oben schon gestorben. Sollten Personen den Weg nicht mehr finden, oder nicht mehr schaffen, wird erst 3 Tage gewartet, bis sie gerettet werden. Diesen Einsatz müssen sie auch selbst bezahlen und kostet sie mehrere Tausend Dollar. Zweitens, es ist eine Belastung für die Umwelt. Viele Menschen schmeißen dort oben Ihren Müll weg. Außerdem verrichten sie oft Ihr Geschäft dort oben, da der Weg lange dauert und sie viel Wasser trinken müssen. Dies allerdings verschmutzt das Wasser, welches zu Wasserlöchern führt, die von Aborigines und der Tierwelt genutzt werden. Und drittens, was meiner Meinung nach der wichtigste Punkt ist.. es ist eine unglaublich heilige Stätte für die Aborigines. Wenn Menschen dort oben verletzt werden, oder gar sterben, nehmen die Aborigines das sehr ernst, da es auf "Ihrer" heiligen Stätte geschehen ist. Sie gehen zu jeder Beerdigung und bestrafen sich selbst dafür, dass den Menschen dort etwas passiert ist. Also bitte: klettert nicht auf den Uluru. Man kann ihn auch von unten wunderbar genießen. :)

 

 

 

 

 

nach Alice Springs über Coober Pedy

Donnerstag, 04.05.2017

Am gleichen Tag, an dem Sassi nach Hause geflogen ist, ging es auch für mich weiter. Um 6 Uhr abends saß ich im Greyhound Nachtbus Richtung Alice Springs. Durch mein Reisepaket hatte ich eine Nacht inklusive in der Opalstadt Coober Pedy. 12 Stunden fuhr der Bus bis dort und so war ich um 6 Uhr morgens an meinem Hostel. 

Diese kleine Stadt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die meisten Häuser unter der Erde liegen. Auch mein Hostelzimmer, das interessanteste bis jetzt, da es keine Wände bis an die Decke und nur durch einen Vorhang vom Flur abgegrenzt ist, liegt 6,5 Meter unter der Erde. Da es hier im Outback im Sommer so unglaublich heiß wird, ist es eine sehr gute Idee, die Häuser unterirdisch zu bauen, da sie so eine natürliche Kühlung besitzen. 

Ich hatte also einen ganzen Tag und die Nacht, bevor es morgens früh direkt wieder mit dem Bus weiter ging. Am Morgen musste ich mich dann allerdings erstmal hinlegen.. ich hatte in der Nacht kaum geschlafen - Nachtbusse sind definitiv nichts für mich! Ich sitze lieber einen ganzen Tag im Bus, aber habe eine angenehme Nacht in einem Bett. :D

Nun ging es hinaus, die Stadt erkunden! ... Welche eigentlich nur aus einer Straße besteht, an welcher hauptsächlich Opalläden, 2 kleine Cafe's, eine Tankstelle und ein paar Unterkünfte liegen. Es gibt einen Supermarkt, in welchem ich die meisten Menschen gesehen habe, aber sobald ich ihn wieder verließ, war die Straße menschenleer. Also entschied ich mich, eine Tour durch Coober Pedy mit zu machen, wo sicherlich alles angefahren wird, was wichtig und interessant sein könnte! Dann kann ich wenigstens mit Bestimmtheit sagen, dass ich nichts verpasst habe. :)

Um 1 Uhr mittags ging es dann mit einem enthusiastischen Tourguide und sieben anderen Mitreisenden los. Als erstes fuhren wir ein Museum an, in welchem wir eine unterirdische Mine besichtigen konnten und lernten, wie die Arbeit als Minenarbeiter vonstatten geht. Anschließend besichtigten wir eins der Häuser unter der Erde. Dieses Haus wurde von 3 Frauen von Hand ausgebaut und sie brauchten dafür 10 Jahre. Die meiste Einrichtung ist exakt so geblieben, wie sie das Haus verlassen hatten. Anschließend ging es noch in eine Untergrundkirche. 

Wir sahen uns außerdem eine Gallerie an, in welcher Aboriginekunst verkauft wird und fuhren ins Outback, um den Dingozaun zu sehen. Dieser Zaun ist 5,600 km lang. Als Abschluss der 5 -stündigen Tour konnten wir den Sonnenuntergang auf einem Berg im Outback bewundern!

Wir haben natürlich auch viele Informationen über Coober Pedy erfahren.. zum Einen leben etwa 70% der Menschen dort unterirdisch und die Einwohnerzahl weiß niemand so genau.. aber man schätzt sie auf etwa 2000. Waren es um 1920 noch 6000 Minenarbeiter, sind es heute nur noch an die 100 Leute. Auch die Stadt bietet ein bisschen mehr, als auf den ersten Blick angenommen... gibt es dort sogar eine Highschool und ein Footballfeld. Auch sind dort ungaublich viele Länder vertreten, so sah ich zum Beispiel eine serbische Kirche und einen kroatischen Club. Aber es ist definitiv eine richtige Wüstenstadt!

Wieder zurück im Hostel, ging es dann noch schnell in ein nahegelegenes Restaurant, wo ich von einem amerikanischen Pärchen, die auch an der Tour teilgenommen hatten, begleitet wurde. Danach ging es aber auch direkt ins Bett, um halb 5 musste ich schon wieder aufstehen...

...Und direkt rein in den nächsten Bus nach Alice Springs! Diese Fahrt dauerte dann auch noch einmal 8 Stunden und am Nachmittag waren wir dann da. Die Landschaft war auch so, wie man es sich im Outback vorstellt.. Es gab allerdings mehr Berge, als ich erwartet habe. Man hat auch direkt den Temperaturunterschied gemerkt.. waren es in Adelaide um die 20 bis 23 Grad, haben wir hier wieder an die 30 Grad. Also die Sommerklamotten wieder auspacken! :D

Den restlichen Tag verbrachte ich dann mit Nicole, einer Deutschen, die ich auf der Busfahrt kennen gelernt habe. :) In Alice Springs sah ich dann auch, wie in Coober Pedy,  zum ersten Mal viele Aborigines. 

Morgen geht es dann morgens wieder direkt los, diesmal auf eine 3-Tages-Outback-Tour! 

10 Tage Adelaide mit Sassi :)

Mittwoch, 03.05.2017

Die letzten 10 Tage war meine Freundin Sassi zu Besuch bei mir in Adelaide. :) Die Freude war groß, als sie Sonntag Abends dann in der Tür unseres Hostels stand! Wir hatten uns natürlich unglaublich viel zu erzählen,  haben wir uns ja drei Monate nicht mehr gesehen :D 

Aber wir haben auch viel unternommen: zum einen habe ich ihr viele tolle Orte in Adelaide gezeigt,  wie den Central Market,  die Art Gallery, die Innenstadt (die nebenbei wirklich schön ist!) und vieles mehr. :) Vieles davon habe ich während meiner Zeit in Adelaide vor meiner letzten Farmarbeit bereits gesehen, aber mit Sassi habe ich dann nochmal neue Entdeckungen gemacht. :) 

Einen Tag waren wir zusammen im Kino und schauten uns den Film "Beauty and the beast" an, welcher wirklich wunderschön ist! Wir waren viel in der Stadt unterwegs und haben ein paar Restaurants ausprobiert. Eines Abends ging es dann in eine Bar, wo wir uns mit der lieben Chrystal trafen, der Chinesin, die ich während meines vorherigen Aufenthaltes kennen gelernt habe und wir tranken Apple Cider, welcher wirklich gut ist hier. :D

Zwei Tage besuchten wir gemeinsam Kangaroo Island, wo wir viel gesehen und erlebt haben. :)

Des Weiteren besuchten wir den Zoo in Adelaide! Dort gab es Pandas,  die ich noch nie vorher gesehen habe. :) Allgemein war der Zoo wirklich schön, es gab viel grün dort und ich habe Freundschaft mit einem tollen Vogel geschlossen! :D (mein kleines Highlight dort ♡) 

Der nächste Tag war dann für den Strand reserviert,  der durfte natürlich nicht fehlen! Da das Wetter hier die ganzen Tage nicht wirklich gut war, meist bewölkt und kalt, waren wir froh,  dass an diesem Tag das Wetter mitgespielt hat. :) Dort schlenderten wir durch die Straßen und bestaunten einen weiteren, schönen Sonnenuntergang! 

Am 25. April ist hier in Australien der ANZAC Day. Dies ist ein Gedenktag für die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg. Es gab eine riesige Parade, mit vielen Soldaten aus der australischen Armee, der Navy und den Luftstreitkräften. Auch Kriegsveteranen und Angehörige waren vertreten. Für jede Einheit gab es eine Blaskapelle, die vorab lief. Ich fand es sehr emotional , dies alles zu sehen...

Am vorletzten Tag besuchten wir dann nochmal meine letzte Farm! :) Es war super,  diese tollen Menschen nochmal wieder zu sehen und Sassi und ich konnten sogar nochmal reiten! 

Nun ist aber auch diese Zeit wieder vorbei.. so schnell verfliegen die Tage hier und mit Sassi geht nun ein Stück Zuhause,  was ich nun langsam doch sehr vermisse.. aber die 10 Tage mit ihr waren toll und ich bin so froh, dass sie mich besucht hat. :) Wir hatten unglaublich viel Spaß zusammen, tausende Fotos wurden gemacht und wir hatten wirklich eine schöne Zeit. :) Ich werde sie vermissen, aber freue mich nun darauf, was als nächstes kommt. Dies wird das Outback sein und ich bin schon sehr gespannt, das Herz Australiens zu erkunden! 

Kangaroo Island :)

Dienstag, 02.05.2017

Momentan ist meine Freundin Sassi aus Deutschland zu Besuch da und die letzten zwei Tage waren wir auf einer 2-Tages-Tour auf Kangaroo Island. :) 

Es ging mal wieder sehr früh los und unsere Gruppe bestand aus 10 Leuten. Das Wetter war auch hier nicht das Beste, aber es regnete nicht und zwischendurch kam hier auch mal die Sonne durch. Das erste Ziel war die Fähre, ein wirklich großes Ding. :D An dem Tag war die See sehr rauh, was einige Mitreisende dann auch nicht so gut vertrugen... auch mir war ein bisschen mulmig. aber der Anblick war der Hammer! 

Auf Kangaroo Island leben an die 6000 Menschen und die Insel bietet viele wunderschöne Flecken Natur. Wir besuchten eine Honigfarm und eine Eukalyptusfarm, auf der Katzenfelle zum Verkauf angeboten wurden.. da die Katzen auch auf dieser Insel viel Schaden anrichten können, gibt es dort extra einen Katzenjäger. Danach ging es zu einer Seelöwenkolonnie! Dort hatten wir eine Führung, bei der wir dann die Seelöwen und Seehunde in freier Wildbahn sehen konnten, was wirklich richtig schön war. :) Als letzter Punkt des Tages stand dann "Sandboarden" auf dem Plan! Also Schuhe und Socken aus und mit dem Board ab in eine kleine Wüste mitten auf Kangaroo Island! Wir kletterten auf eine der höchsten Dünen (was echt nicht unanstrengend ist.. :D) und dann ging es abwärts. Dass ich sowas noch nie vorher gemacht habe, merkte man dann auch schnell, ich rutschte eigentlich mehr auf meinem Hintern als auf dem Board die Düne hinunter. :D Sassi und mein durchgehendes Lachen hat es auch nicht wirklich besser gemacht :D Nach ein paar Versuchen waren meine Klamotten und Haare dann auch voller Sand und es ging weiter zu unserer Schlafresidenz. Diese war mitten im Nirgendwo gelegen und wir ließen den Abend mit einem Barbeque ausklingen.

Am nächsten Morgen besuchten wir dann in aller Frühe einen nahegelegenen Nationalpark, in welchem wir einzigartige Pflanzenarten bestaunen konnten und eine unglaublich üppige Vegetation. Auch hier vernichtete ein Buschfeuer vor ein paar Jahren nahezu alles. Weiter ging es zu den "Remarkable Rocks", riesige Felsen, die von dem Meer ihr Aussehen erhielten. Dort hatte man einen Blick auf eine wunderschöne Natukulisse. Als nächstes schauten wir uns eine Grotte an, gelegen an Klippen, wo Seehunde leben und die von einem Leuchtturm bewacht wird. Auch dort war der Ausblick mal wieder unglaublich, obwohl ich das Meer nun schon so oft gesehen habe, erfüllt es mich immer wieder mit Freude. :) Der Tourguide hielt auch auf dieser Tour noch oft an interessanten Orten an.

Nun ging es aber wieder zurück zur Fähre.. diesmal war das Wetter besser und Sassi und ich standen oben an Deck und schauten uns den Sonnenuntergang an. :) Nach weiteren zwei Stunden Fahrt waren wir dann zurück im Hostel und wieder um viele neue Eindrücke reicher! 

 

Adelaide und vierte Farm!

Sonntag, 23.04.2017

Adelaide unterscheidet sich in einem Punkt von Melbourne oder Sydney.. Es ist zwar auch eine Großstadt, aber man sieht definitiv viel weniger Menschen auf den Straßen. Mir persönlich gefällt Adelaide und ich finde es mal ganz schön, dass nicht so viel los ist :D Was man auch besonders im Hostel merkt. 

Als ich nach der Great Ocean Road angekommen bin, war ich ein paar Tage mit einer Mitreisenden der Tour unterwegs. :) Wir sahen uns den Glenelg Beach an, welcher wirklich schön ist und eine unglaublich hübsche Einkaufsmeile besitzt. Auch das obligatorische Chinatown ist hier vertreten, wenn auch deutlich kleiner als in den anderen Städten. Die Innenstadt ist recht hübsch und es gibt auch hier Museen, Gallerien, einen Central Market und Sonstiges.

Kaum kamen wir in Adelaide an, hatten wir wieder wunderbare 25 bis 30 Grad und ich konnte mal wieder meine Winterjacke ausziehen. :D

Ein paar Tage war ich dann mit Tomke unterwegs, eine Deutsche aus meinem Zimmer. Wir schauten uns einen anderen Strand an, welcher auch wunderschön war. :) Einen Tag liehen wir uns Räder, was umsonst war,(die Sitze bestanden meiner Meinung nach aus Stein) und fuhren zum "Windy Point". Dies ist ein Aussichtspunkt, wo man die ganze Stadt überblicken kann. Gut, die Idee war super.. bei der Umsetzung haperte es dann aber doch gewaltig an meiner Kondition. :D Es ging eigentlich nur bergauf und ab einem Punkt mussten wir absteigen und zu Fuß weiter gehen.. es war die Hölle! Ein Radrennfahrer hielt neben uns und fragte, ob alles gut sei.. von mir erntete er nur einen Blick, der sagte: Ich will sterben. :D 

Aber dann kamen wir oben an und die Aussicht war natürlich schon echt schön. :) Die Heimfahrt war dann doch relativ entspannt, wir durften nur die Bremse nicht loslassen. :D

Das Fahren mit dem Rad ist sowieso recht interessant in Australien. Wir sind eigentlich immer auf der Straße gefahren, weil der Fahrradweg dort entlang läuft, genau neben all den Autos.. und es besteht Helmpflicht!

In Adelaide besuchte ich auch das erste Mal in Australien ein Kino, welches wirklich sehr schön war! Am letzten Tag besuchte ich dann mit einer Chinesin, die ich dort kennen lernte, die Art Gallery. 

Aber dann ging es weiter auf die nächste Farm! Diesmal war ein Reiterhof, gelegen in den Adelaide Hills, dran. Zwei Wochen verbrachte ich dort und es war bis jetzt wirklich meine liebste Farm! Die Familie war unglaublich nett, ich hatte wieder mein eigenes Häuschen und die acht Pferde waren super. :) Ich kümmerte mich um die Tiere, half bei Reitstunden aus und hatte viel im Garten zu tun. An Ostern gab es Bruch mit der ganzen Familie und ich habe so viele neue Leute kennen gelernt. :)

https://koolyangarraequestriancentre.com  - die Seite des Reiterhofes :)

An Ostern besuchte die Familie mit mir "Hahndorf" , was als deutsches Dorf gehandelt wird. Naja... ob man wirklich sowas deutsch nennen kann, wage ich zu bezweifeln. :D Davon ab ist es aber ein wunderschönes Dörfchen.:) Es gibt dort ein Hofbräuhaus und einen "deutschen" Souvenirladen... ich kam aus dem Lachen eigentlich nicht mehr heraus. :D Für andere Länder scheint Deutschland halt nur aus Bayern zu bestehen.. und dementsprechend sah auch der Laden aus. :D Es gab dort auch einen Laden mit deutschen Lebensmitteln! Ach, war es schön, das zu sehen! Allerdings wird es wirklich direkt aus Deutschland importiert und ist dadurch natürlich sauteuer.

An einem anderen Tag besuchte ich mit Lisa und Ihrer Tochter ein Dressurturnier, wo Lisa mit ihrem Pferd teilnahm. Es war sehr spannend und erinnerte mich total an meine Reittage von damals. :)

Da hier grade Ferien sind, hatten wir 14 Kinder bei uns für einen 3 - stündiger Reitkurs. Das Wetter spielte aber leider nicht so mit und am Ende waren wir alle komplett durchnässt.. :D Aber es hat unglaublich viel  Spaß gemacht! Vor allem, weil ich endlich mal wieder nach vielen Jahren geritten bin, was wirklich toll war. :) 

 

Ein paar Kinder erzählten mir, dass sie Deutsch als Fremdsprache in der Schule haben und so viele Australier waren schon in Deutschland! Und wirklich jeder sagte, wie sehr sie es dort mögen. :) 

Auch diese zwei Wochen gingen, leider, super schnell um und ich bin doch schon etwas traurig, die Familie und Pferde  verlassen zu müssen... seit heute bin ich wieder in Adelaide, wo ich noch die nächsten 10 Tage verbringen werde, da mich eine liebe Freundin aus Deutschland besucht. :) Mal sehen, was wir so alles anstellen werden... :D

 

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