Geraldton

Mittwoch, 26.07.2017

In Geraldton angekommen mussten wir uns erstmal wieder an Stadtverkehr gewöhnen. :D So viele Menschen auf einmal.. Wir beschlossen, dort nur eine Nacht zu verbringen, da unsere Zeit bis wir Britzi abgeben mussten, langsam knapp wurde. Außerdem reizte uns die Stadt jetzt auch nicht so sehr, dass wir hätten länger bleiben wollen.

Direkt bei Einfahrt in den Caravanpark sahen wir das große Trampolin auf dem Spielplatz - die nächste Stunde freuten wir uns wie irre und hatten ziemlich viel Spaß auf dem Trampolin :D Herrlich! Das hatte ich ewig nicht mehr gemacht und muss ja auch mal sein :3 

Danach fuhren wir zum Einkaufen in die Stadt, das erste Mal wieder in einen großen Supermarkt. Wir versuchten dann, noch so viel anzuschauen wie möglich in ein paar Stunden und besuchten die Art Gallery und eine Kirche. Diese wurde uns als nette Attraktion in unserem Stadtführer angezeigt. Als wir sahen, wann sie erbaut wurde, mussten Julia und ich dann doch etwas schmunzeln: 1901. Australien hat wirklich eine sehr junge Geschichte im Vergleich zu Deutschland und anderen Ländern. Als letztes besuchten wir noch die "Flügelstraße". Dort sind verschiedene Arten von Flügeln an die Wände gemalt worden und Menschen können sich dort mit Ihnen fotografieren lassen. 

Am frühen Abend ging es dann zurück und wir sahen uns noch einmal kurz das Meer an, welches direkt am Caravanpark liegt.

Das war es auch eigentlich schon in Geraldton.. quasi nur ein kleiner Zwischenstopp, bevor es hieß: Hallo Perth!

Kalbarri

Dienstag, 25.07.2017

In Kalbarri hatten wir einen richtig coolen Caravanpark! :D Es war mehr eine Farm, als ein CP, das heißt, es war auch überhaupt nicht voll. :) Es gibt dort total viele Pferde, Alpakas und Hunde. Mir hat es sehr gefallen! Es war schon Nachmittag als wir ankamen, also fuhren wir nur kurz in die Stadt, die erste größere nach Port Hedland, und schauten uns ein wenig um. Wir liefen am Strand entlang, dort gibt es viele Grünflächen und Papageien. Das Meer sammelt sich dort in einer Bucht und man kann dort nett entlanglaufen.

Da ich mich irgendwie ruhelos fühlte, machte ich noch einen Spaziergang als wir zurück im CP waren. Hinter der Farm erstreckte sich die Natur mit Sandwegen, die als Reitwege genutzt werden. Ich sah von weitem, dass es dort irgendwo einen See geben musste und ich versuchte, dorthin zu gelangen. Ich stiefelte also los, die Sandwege entlang, in festem Glauben, das würde mich ans Ziel bringen. Nach ein paar Minuten erfasste mich allerdings schon die Ungeduld (und im Sand laufen ist echt super anstrengend..), sodass ich den direkten Weg einschlug - durch Büsche und Sträucher: nur um am Ende vor einem Zaun zu stehen... na toll, also wieder zurück! Lieber doch auf den vorgegebenen Wegen bleiben. :D Diesmal versuchte ich die andere Richtung. Ich kam an eine Abzweigung, welchen Weg sollte ich jetzt nehmen? Es wurde so langsam dunkel, den Sonnenuntergang am See hatte ich bereits verpasst.. Ich hatte Angst, den Weg nicht mehr zurück zu finden (mein Orientierungssinn ist praktisch nicht vorhanden) und machte mich deshalb auf den Rückweg. Trotzdem war es ein sehr schöner Spaziergang! :D Mir sind sogar viele Kängurus über den Weg gesprungen. :) 

Für den nächsten Tag hatten wir ein echt volles Programm! Wir fuhren einmal durch die Stadt und starteten die Coastaltour. Dies ist einfach ein großer Küstenabschnitt, der sich auf viele Kilometer erstreckt und man hat die Möglichkeit, entlang der Küste zu den jeweiligen Stränden und Aussichtspunkten zu fahren. Als erstes schauten wir uns den "Chinamans Rock" an, dieser liegt genau am Ende der Stadt. Dort hat man einen schönen Blick auf die Stadt, sowie auf die sich brechenden Wellen, bevor sie in die Bucht fließen. Danach ging es weiter mit "Jakes Point", einfach ein netter Strand. Also ab zum "Red Bluff". Dabei gibt es praktisch zwei Zugänge. Bei dem einen ist man unten am Strand, ist echt schön, von da aus kann man bis zum Aussichtspunkt einen Berg hochlaufen. Das haben wir allerdings nicht gemacht, sondern sind mit dem Auto gefahren. :D Und das war definitiv einer meiner Lieblingsplätze an der Küste! Unglaublich tolle Aussicht hat man von dort! Weiter gings mit dem "Mushroom Rock" ein Stein, der wie ein Pilz aussieht (wer hätte das gedacht?) und danach zum "Eagle Gorge". Das ist auch wieder ein Aussichtspunkt mit tollem Blick auf endlose Klippen. Als letztes fuhren wir zum "Grandstand", so ziemlich die gleichen Klippen wie zuvor und von da aus kann man einen Weg langgehen und den "Island Rock" sehen. An der Stelle sahen wir auch unter uns im Meer eine riesige Gruppe von Delfinen! 

Island rock

Alles in allem ist die Coastaltour echt wunderschön, was zu erwarten war. :D Mir hat sie super gefallen! Außerdem hatten wir echt tolles Wetter, ein weiterer Pluspunkt. Es gibt noch sehr viel weitere Stellen, an denen man hätte stoppen können, aber das hat uns gereicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, die komplette Tour auf einem Wanderweg zu beschreiten. Wie viele Stunden man da unterwegs ist, kann ich nur erahnen. 

Wir hatten allerdings noch etwas auf unserer Liste: den "Pink Lake" in Port Gregory! Es gibt mehrere Pink Lakes in Autralien und wie der Name schon sagt, ist das Wasser dieser Seen tatsächlich pink. Allerdings ist dieses Phänomen stark abhängig von Jahreszeit, Tageszeit und Temperatur. Außerdem kommt es auch ganz darauf an, aus welchem Winkel, oder Höhe man auf das Wasser schaut. So hat man die besten Chancen, das pink aus dem Flugzeug zu sehen, die Bilder in magazinen etc sind natürlich immer ziemlich eindrucksvoll. Die pinke Farbe kommt durch spezielle Bakterien und Algen, die in dem Wasser leben. Das war also unser Ziel. Port Gregory ist ein winziges Dörfchen und wir ignorierten dieses auch einfach. Der See ist relativ groß und liegt vor dem Dorf. Der Anblick war echt schön und wir konnten auch ein wenig pink erahnen, aber das war es leider schon.. Selbst nach Besteigen eines kleinen Berges und mehreren verschiedenen Stellen konnten wir das pink nicht wirklich sehen. Wir haben es aber trotzdem nicht bereut, dorthin gefahren zu sein. :)

Nach unserer Rückkehr zur Farm beschlossen Julia und ich diesmal gemeinsam einen Spaziergang zu machen. :D Ich hatte nach wie vor den See im Sinn und Julia wollte die Kängurus sehen. :D Diesmal steuerte ich direkt auf die Abzweigung zu, (ich hatte ja was gelernt) und wir nahmen den erstbesten Weg der in die ungefähre Richtung wies. Und siehe da! .. nach nur ein paar hundert Metern war der See vor uns! Unglaublich.. auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. :D Es war so schön friedlich und ruhig an dem See, echt angenehm <3 Wir konnten noch den Rest eines Sonnenunterganges betrachten und dann ging es wieder zurück. - Ohne ein einziges Känguru gesehen zu haben. :D 

Nun verließen wir Kalbarri wieder. Wir nahmen denselben Weg wieder zurück, da dieser uns an den dort gelegenen Nationalpark entlangführte. In dem NP schauten wir uns noch ein, zwei Aussichtspunkte an und gingen einen Wanderweg lang, danach verließen wir den Park aber schon wieder. Er ist ganz schön, aber die berühmteste Touristenattraktion war zu der Zeit leider gesperrt. Außerdem gab es eine Strecke auf dem Weg, an der vor Jahren ein Buschbrand gewütet haben muss. Ich persönlich fand den Anblick unglaublich - die rechte Seite der Straße war komplett, schwarz, grau, verbrannt. Die linke Seite der Straße war grün, dicht bewachsen und gedeihte. 

Nächstes Ziel: Geraldton!

 

Denham - Shark Bay

Montag, 24.07.2017

Auf dem Weg nach Denham sahen wir uns noch einen interessant aussehenden Strand an, der sich durch ökologische und naturelle Besonderheiten auszeichnet. Leider habe ich davon nicht alles verstanden und kann es deswegen auch nicht erklären, sorry! Es sah auf jeden Fall ziemlich cool aus. :D

Nachmittags kamen wir bei unserem nächsten Stop Denham an, gelegen in Shark Bay. Die Stadt selbst ist nicht wirklich interessant. Eine Straße, die am Meer entlang führt, daran gelegen ein paar Restaurants, das wars. Das eigentliche Touristenziel ist Monkey Mia. Dies ist ein Strand am oberen Ende von Shark Bay und ist dafür bekannt, dass jeden Vormittag eine Gruppe Delfine an den Strand geschwommen kommt. Das hat sich zu einem Touristenmagneten verwandelt und nun kann man dort nach Kauf von Eintrittskarten die Show anschauen. Vieles mehr gibt es dort auch nicht zu sehen, ein Informationscenter, ein, zwei Restaurants und den Strand. Außerdem kann man dort ein paar Touren mit Booten unternehmen. All das sollten wir am darauffolgenden Tag erleben.

Am Tag unserer Ankunft aber schauten wir uns kurz die eine Straße an, was nun wirklich nicht der Rede wert war.. :D Und aßen zu Abend in einem Restaurant dort. Am nächtsten Morgen sollte es sehr früh losgehen, denn wir wollten bereits die erste Fütterung der Delfine anschauen, es gibt dort zwei Shows täglich, die zweite ist mittags.

Also früh aufstehen und los! Es war noch dunkel auf den Straßen, also musste ich wieder relativ langsam fahren, da wieder viele Kängurus unterwegs waren. Dort angekommen liefen wir direkt ans Meer und das Warten auf die Delfine ging los. Wir hatten erwartet, dass es so früh noch nicht so voll sein würde, aber da hatten wir uns getäuscht. Mit uns waren sicher an die Hundert Menschen dort, viele standen wie wir am Strand, manche standen auf dem Steg. Wir mussten relativ lange warten und wir fingen an zu frieren, denn es war echt eisig kalt! Wir hatten unglaublich starken Wind und das sollte auch den ganzen Tag über andauern. Aber dann kamen endlich die Delfine! Es waren an die sieben Stück. Zwei dort arbeitende Frauen hielten einen Vortrag über die Tiere und drei Leute durften ins Wasser und ein paar der Delfine mit Fischen füttern. Jeder der Delfine hat einen Namen, die meisten von ihnen sind eine Familie. Ich war echt überrascht, wie nah sie an das Ufer geschwommen kommen, man konnte sie fast anfassen. Ich habe noch nie Delfine so nah gesehen, das war schon cool. :) Allerdings waren es uns definitiv viel zu viele Menschen dort, man hat manchmal schlecht, oder gar nichts sehen können. 

Danach ging es für uns auf eine Bootstour, die wir am Tag zuvor im Visitorcenter gebucht hatten. Sinn der Tour war es, Meerestiere zu Gesicht zu bekommen. Das Boot war echt cool, es hatte vorne zwei Netze, in die man sich hineinlegen konnte! Definitiv mein Lieblingsplatz :D Der Kapitän erzählte uns etwas über die Tiere und Monkey Mia während der Fahrt. Julia und ich probierten natürlich direkt die Netze aus! :D Es war echt super bequem darin und wir waren nur etwa einen halben Meter vom Wasser entfernt. Dies allerdings bereitete uns auch Probleme, da das Meer durch den Wind doch recht wild war und wir bei jeder Welle nass wurden, sodass wir unseren Platz relativ schnell wieder aufgaben :D Am Ende der Tour sahen wir ein paar Delfine und Schildkröten. Die Delfine schwammen sogar einmal direkt unter uns, als wir im Netz saßen, das war ziemlich cool! :) Aber wie das nunmal so ist mit wilden Tieren, man hat nie die Kontrolle, was man sieht, oder eben nicht. Nichtsdestotrotz fand ich die Bootstour echt schön. :) 

 

Aber das soll es ja noch nicht gewesen sein. :D Bei Buchung der Tour hatten wir eine Sunset-Tour dazu bekommen. Diese ging nicht allzu spät nach der ersten los, war es mittlerweile doch schon später Nachmittag geworden. Wir hatten den gleichen Kapitän und das gleiche Boot, aber unterschiedliche Mitreisende dabei. Die Tour war nur auf den Sonnenuntergang ausgerichtet, also war es eher eine entspannte Zeit. Das Meer hatte sich etwas beruhigt, sodass Julia und ich die meiste Zeit in einem der Netze saßen. :D Dann noch ein paar nette Sonnenuntergangsbilder geschossen und dann waren wir auch schon wieder zurück an Land. Dort aßen wir noch zu Abend in einem Restaurant (Ja, wir haben es uns gut gehen lassen :D) und dann fuhren wir wieder zu unserem Caravanpark zurück. 

Da es dort nicht wirklich viel mehr zu sehen gibt, wollten wir uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg machen. Wir hätten noch den in der Nähe gelegenen Nationalpark besuchen können, da dieser sich echt interessant anhörte, aber wir entschieden uns dagegen. Zum einen hätte es wieder mal einen 4W Drive gebraucht, um dort alleine hineinzufahren und zum anderen waren uns die geführten Touren dorthin einfach zu teuer. 

Also ging es für uns wieder weiter, nachdem wir nochmal Stop an einem Aussichtspunkt Halt machten, dem "Eagle Bluff". Dort war es superschön! Man kann einen kurzen Steg entlang der Klippen entlang laufen und hat einen wunderschönen Ausblick auf das Meer. :) 

Nächstes Ziel: Kalbarri! 

 

 

Carnavon

Sonntag, 23.07.2017

Nun waren wir also in Carnavon! Der Caravanpark dort war einer unser Liebsten. :) Wir kamen relativ früh an, also hatten wir noch einige Zeit, die Stadt zu erkunden. Diese ist, wahrscheinlich brauche ich das langsam nicht mehr erwähnen, nicht groß. :D Und wir sahen auch nicht wirklich viele Menschen dort.. Wir schauten uns den Hafen an, dort steht ein Kriegsdenkmal mit Namen deutscher Soldaten. Entlang der Promenade gibt es eine kleine Mauer, an der die Namen der gesamten Besatzung eines australischen Schiffes stehen, welches im Krieg zerstört wurde. Auf einer Seite des Hafens führt eine Brücke über das Wasser. Dort sind Zuggleise verlegt, aber diese werden schon lange nicht mehr benutzt. Ich weiß nicht, genau, was auf der anderen Seite der Brücke ist, ich nehme aber an, es ist eine kleine Insel, einem Nationalpark nicht unnähnlich. Wir allerdings wanderten nur einmal über die Brücke und zurück. 

Danach fuhren wir zu dem sogenannten "One Mile Jetty". Dies ist ein Steg, der sich, wie der Name sagt, eine Meile ins Meer erstreckt. Eine Meile sind ca. 1,5 km. Genau diesen Steg liefen wir einmal ganz bis zum Ende und zurück. :) Das war echt super, es war zwar so unglaublich windig, aber das tat dem Erlebnis keinen Abbruch. Der Jetty an sich scheint schon recht alt zu sein.. wir sahen viele Bretter, die doch sehr knarzten, viele Löcher wurden mit all möglichen Blechstücken geflickt. Manchmal sahen wir neue Bretter, an denen Schilder mit Namen der gönnerhaften Spender prangten. Dort gibt es zudem auch wieder Gleise, auch diese nicht mehr in Benutzung. Am Ende des Jetties gibt es einen größeren Platz, dieser ist allerdings aufgrund von Einbruchgefahr mit einem großen Gitter gesperrt. Das hinderte die Angler allerdings nicht, durch kleine Löcher zu kriechen.. die Fische sind dort wohl einfach besser. ;) Aber ich kann die Gefahrenhinweise schon verstehen, die Säulen sahen alle doch schon sehr vom Wasser angegriffen aus. Wie auch immer, mittlerweile ist der Jetty nach einer Überprüfung für Besucher geschlossen, da es zu gefährlich ist. Die Gemeide versucht, den Jetty zu retten und den Leuten wieder zugänglich zu machen, wann das sein wird, ist allerdings nicht klar. Ich bin auf jeden Fall froh, die Chance gehabt zu haben. :) 

Direkt am Jetty gelegen gibt es eine Art "Museum". Es ist frei zugänglich und besteht eigentlich nur aus einer Halle, in welcher ein paar alte Gefährte und die Geschichte von Carnavon ausgestellt ist. Wir riskierten einen kurzen Blick und danach ging es zurück zum Caravanpark. 

Am nächsten Tag fuhren wir ein Stück mit dem Auto und besuchten die Blowholes, diese gibt es in ganz Australien. Dort gibt es eine kleine Bucht, die perfekt zum Schnorcheln ist, da es dort sehr viele Riffs gibt, es sah wirklich aus wie aus einem Urlaubsmagazin! Wir wanderten zum Point Quokka, einem Aussichtspunkt und danach an der Küste und den Klippen entlang bis zu den Blowholes. Es war ein sehr eindrucksvolles Schauspiel, wie die Wellen an den Klippen brachen! Das Blowhole dauerte immer einige Zeit, bis es wieder mit genug Wasser gefüllt war, deshalb waren die Klippen ein interessanterer Anblick. :D In der Ferne sahen wir sogar ein paar Wale! .. Sehr weit enfernt zwar, aber sie waren da. :D 

Danach ging es wieder zurück nach Carnavon zum OTC Space Museum. Dieses wurde uns empfohlen und es war wirklich recht interessant, wenn man denn Weltraum und Raketen spannend findet. :D Wir konnten uns dort in eine kleine Kapsel legen und den Start einer Rakete mitverfolgen, als wären wir in ihr. Außerdem gab es halt viele Informationen zu Raketen und den Astronauten. Auch viele alte Maschinen, Daten und die Geschichte sind dort augestellt, bis in die aktuelle Zeit. Wir schauten uns noch eine Aufführung in einem Planetarium an, darin ging es aber eher um die Geschichte der Astronomie. Dann gab es noch einen Raum, in welchem man verschiedene Spiele spielen konnte um zu sehen, ob man sich als Astronaut eignet. Nein, wir eignen uns nicht. :D An sich war das Museum schon interessant, aber schon ziemlich spezialisiert und vieles konnte ich nicht verstehen, aufgrund zu vieler unbekannter Wörter. 

Und damit hatten wir auch Carnavon abgehakt, nächstes Ziel: Denham! 

Coral Bay

Samstag, 22.07.2017

Wir planten wieder einmal zwei Nächte ein, als wir in Coral Bay ankamen. Man kann Coral Bay wirklich, wirklich nicht als Stadt bezeichnen. Nichtmal als Dorf. Es gibt dort nichts, außer Caravanparks, ein Hotel, einen Supermarkt und eine winzige "Einkaufsmeile". NIchtsdestotrotz ist es schön dort, der Strand ist ziemlich gut besucht. Aber man kann dort nichts unternehmen, außer Touren auf dem Meer.

Also buchten wir für den nächsten Tag eine Schnorcheltour! :) ... Aber vorher genossen wir erstmal am Tag unseres Ankommens den Strand und machten uns totale Sorgen, dass wir ertrinken werden auf der Tour, da wir beide keine Schnorchelerfahrung hatten.

.. Am nächsten Tag ging es früh los zum Treffpunkt. Dort bekam unsere Gruppe, bestehend aus ca. 20 Leuten Schwimmflossen und Schnorchelbrillen ausgeteilt. Ich trage eine Brille und war überrascht, dass sie sogar Tauchbrillen mit Sehstärke haben. :o das war natürlich echt super für mich und sie hatten genau meine Stärke. :) Danach ging es auf das Schiff. Nach einer Einführung der Tourguides wurden die Wetsuits verteilt. Also rein da und los ging's bei strahlendem Sonnenschein auf unsere Schnorcheltour!

Der erste Stopp war in relativ flachem Gewässer. Ich war wirklich total besorgt, als es ins Wasser ging, ob ich das alles so hinkriege, aber es war sooo easy. :D Der Wetsuit hält einen die ganze Zeit an der Wasseroberfläche, sodass man sich komplett darauf konzentrieren kann, die Natur unter Wasser zu erkunden. :) Ich bin wirklich kein Naturtalent, was Flossen angeht, aber nach ein paar Versuchen kam sogar ich vorwärts. :D 

Es war wirklich wunderschön! Unter uns konnten wir Korallenriffe sehen und so unglaublich viele, unterschiedliche Fische in allen Formen und Farben. :) Ich hätte mir das ewig ansehen können, aber leider hatten wir nur an die 20 Minuten Zeit. Danach ging es wieder aufs Schiff. Der zweite Schnorchelgang ließ allerdings etwas auf sich warten, da wir dafür erstmal Mantarochen finden mussten und das dauerte seine Zeit. Das war doch recht anstrengend, da wir die ganze Zeit die Wetsuits anhatten und es ziemlich kalt wurde nach einiger Zeit und wir manchmal mehrere Minuten an einer Stelle standen, sodass das Wellenschlagen doch ein wenig auf den Magen schlug. 

Aber dann wurden sie gesichtet ! Mantarochen! Dort war bereits ein anderes Tourschiff, welche auf deren Schnorchelgang warteten. Wir hatten zwei Schnorchelgänge in jeweils zwei Gruppen. Dabei mussten wir alle gleichzeitig ins Wasser gleiten, zum Guide schwimmen und dieser zeigte uns dann an, wo der Mantarochen sich befand und dann mussten wir so schnell wie es geht versuchen, hinter dem Rochen hinterherzuschwimmen. Ich persönlich machte nur den ersten mit, da ich Probleme mit meiner Lunge habe und mir das Atmen mit der Maske und das schnelle Schwimmen schwer fielen. Aber dennoch war ich begeistert, ein solches Tier aus der Nähe zu sehen :) Es war echt ein großer Mantarochen und es ist schon beeindruckend! 

Nach dem zweiten Durchgang konnten wir uns dann alle wieder umziehen und es ging zurück aufs Land. Ich fand die Tour schon echt gut, sie ging ca. 4 Stunden. Natürlich hätten wir gerne noch mehr gesehen, aber naja, das war für den Anfang definitiv nicht schlecht. :) Und ich habe selten so klares, blaues Wasser gesehen. <3 

Den Rest des Tages ließen wir ruhig ausklingen, wuschen noch schnell unsere Wäsche und ab ins Bett! 

Nächstes Ziel... Carnavon! 

 

Exmouth

Freitag, 21.07.2017

Und schon waren wir in Exmouth! Wir quartierten uns wieder für zwei Nächte in einem ziemlich coolen Caravanark ein und ließen den Tag ruhig angehen. Abends bekamen wir dann zum Abendessen noch Besuch von ein paar Emus, die unser Essen stehlen wollten. :D

Diese Stadt ist nicht groß, allerdings hat das nicht wirklich was zu bedeuten, da die meisten Städte an der Westküste nicht groß sind. :D Die Stadt kam für mich so rüber, als wäre sie für Touristen gemacht. Wir besuchten am nächsten Tag die "Innenstadt", welche, sagen wir, 7 oder 8 Läden hat und einen kleinen Supermarkt. Dazu noch ein paar Restaurants und das ist die Stadt! :) Aber natürlich hat Exmouth was anderes zu bieten. Nämlich einen wunderschönen Nationalpark und andere tolle Attraktionen.

Aber erstmal ging es an den Pool. :D Wir hatten ein paar wunderschöne, sonnige Tage, also die beste Gelegenheit und wir waren sogar die einzigen dort. Am Abend fuhren wir dann noch zu dem Vlamingh Light House. Er ist nicht zu betreten, aber dennoch war es dort wirklich wunderschön!  Man hat eine wunderbare Aussicht auf das Meer und wir sahen uns den Sonnenuntergang an. 

Am nächsten Tag fuhren wir in den Cape Range Nationalpark. Man kann durch Park auf einer Straße fahren, der sogenannten Yardie Creek Road, diese endet in einem Caravanpark. Man kann allerdings weiterfahren und den gesamten Park durchqueren, dafür braucht man aber wieder einen 4W Drive. Auch die komplette linke Seite des Parkes konnten wir deshalb nicht anschauen, dort gibt es, soweit ich weiß, ein paar Gorges und Höhlen zum Wandern zu sehen. Also sahen wir uns "nur" die rechte Seite an, welche aus vielen Stränden besteht. :) Alle unterschiedlich und alle wunderschön. Einer ist der berühmte Turquoise Bay, dort waren relativ viele Menschen, da es dort super zum schnorcheln ist. Außerdem sahen wir uns Oyster Stacks, Bloodwood Creek und unseren Favoriten, Sandy Bay an. Am Sandy Bay waren wir fast alleine, das Wasser ist so klar. Es ist so wunderschön dort! Wir wollten am liebsten die Nacht dort verbringen, aber leider ist das nicht erlaubt und die Strafe wollten wir nicht riskieren... Es gibt dort aber noch viel, viel mehr kleine Strände und Buchten, die man sich hätte anschauen können. Den Sonnenuntergang genoßen wir dann noch an einem der Strände. Allerdings wurde es dann ziemlich kalt, sodass wir schnell wieder losfuhren. 

Wir waren länger im Park, als erwartet und so wurde es schon dunkel. Das war das erste Mal, dass wir nach Sonnenuntergang mit dem Auto unterwegs waren, da wir das eigentlich immer versuchten, zu vermeiden aufgrund der Kängurus, die bei Nacht auf Futtersuche gehen. So kam es, dass ich die Straße praktisch entlanggekrochen bin, denn pötzlich waren sie überall! Und nicht nur ein paar, nein, hunderte Kängurus saßen auf den Feldern, an der Straße, auf der Straße. Wir mussten echt die Augen aufhalten, einmal hätte ich fast eins erwischt. Dort sahen wir auch unseren ersten wilden Dingo! :) Er lief total gechillt über die Straße und störte sich mal so gar nicht an uns. 

Da wir aber so spät dran waren, mussten wir noch eine Nacht dranhängen. So fuhren wir zum ersten Caravanpark, der auf unserem Weg auftauchte und fragten nach einem Platz. Gott sei Dank war noch etwas frei :D 

Das war es bereits wieder mit Exmouth und wir verließen den Ort am nächsten Tag. Mir persönlich haben der Nationalpark und der Leuchtturm besonders gut gefallen. Ansonsten hat die Stadt allerdings nicht wirklich viel zu bieten, außer man geht an die Strände zum tauchen, schnorcheln oder surfen. Worüber ich allerdings wirklich traurig war.. meine Kamera ging kaputt! Ich muss sagen, ich hatte wirklich kein Glück mit meinen technischen Geräten an der Westküste.. :( Aber daran konnte ich nunmal nichts mehr ändern.  

Weiter ging es auf meilenweite Straßen Richtung Coral Bay! 

Karijini Nationalpark

Donnerstag, 20.07.2017

Wieder erwarteten uns eine lange Autofahrt und wechselnde Landschaften. Es ist so herrlich, unterwegs keiner Menschenseele zu begegnen! 

Das nächste Ziel war wie gesagt der Karijini Nationalpark, auf den wir uns besonders freuten, ob der tollen Bilder im Internet und den Geschichten anderer Reisender. 

Auf dem Weg dorthin führte es uns spontan noch zu einem Aussichtspunkt, welcher uns mit einer wunderbaren Aussicht belohnte. :) Dann hielten wir nochmal am letzten Roadhouse, tankten auf und checkten unser Handy, da wir im gesamten Park keinerlei Empfang haben würden. Bei Einfahrt in den Nationalpark mussten wir Eintritt zahlen, wobei wir einen Zettel bekamen, den wir sichtbar ins Auto legen mussten, damit die Wächter sehen, dass wir wirklich bezahlt haben. Wir buchten uns für zwei Nächte in den "Dale camp ground" ein, nur einer von vielen Campingplätzen im Park. Dort erwarteten uns Dixieklos und ... das war's. "Back to the Basics" quasi :D Da machte sich doch endlich mal meine mitgebrachte Taschenlampe nützlich! Denn Licht gab es dort auch nicht. 

 Der nächste Tag war natürlich dazu da, den Nationalpark zu erkunden! Wir besuchten den "Circular Pool", welcher einer der Hauptattraktionen ist, wie ich annehme. Außerdem besichtigten wir Wasserfälle und wanderten durch den Dale Gorge. Diese Wanderung war echt super, es waren kaum Menschen unterwegs, es war nicht zu heiß, und es gab viel zu sehen. Es gab dort auch viele Steine, in denen man blauen Asbest sehen konnte. Mal gab es breite Wege, dann wieder mussten wir uns den Weg über Stock und Stein bahnen und manchmal hüpften wir von Stein zu Stein, damit wir keine nassen Füße bekamen. :D Wir sahen auch einen Baum, der über und über mit Fledermäusen behangen war! (mein kleines Highlight (: ). Wir liefen einen Weg unten durch den Gorge und stiegen dann eine Treppe wieder hoch und liefen oben den Weg zurück, wobei wir einen tollen Ausblick auf den Gorge hatten. Bei dieser Wanderung waren wir an die 2 bis 3 Stunden unterwegs.

Gorge von oben

Danach ging es wieder zurück zum Camp, wurde es doch immer recht früh dunkel. Wir kochten noch etwas und dann ging es auch schon ins Bett. 

Nun verließen wir den Nationalpark bereits wieder. Man könnte natürlich definitiv länger bleiben, aber da wir mit einem 2W Drive unterwegs waren, waren viele Stellen einfach nicht erreichbar für uns. Dies sollte sich im Laufe der Westküste noch einige Male wiederholen, was schon eine Enttäuschung für mich war, da man doch recht viel verpasst, am meisten natürlich in den Nationalparks. 

Auf dem Weg hinaus besuchten wir noch einen Wasserfall, die sogenannten "Joffree Falls", welcher auch wieder in einem Gorge gelegen war, um den man herumwandern hätte können. 

 Alles in allem war der Karijini Nationalpark natürlich sehr schön und ist definitiv einen Besuch wert, aber durch viele verpasste Orte und der zu hohen Erwartung war ich schon etwas enttäuscht. Danach sagte ich mir, dass man wirklich komplett ohne Erwartungen an das Reisen herangehen sollte. Das ist natürlich fast nicht möglich, spricht man doch immer wieder mit Menschen und sieht Bilder im Internet etc. Aber davon ab: ein weiterer Punkt abgehakt in Australien! 

Wir wollten am Abend in der Stadt Tom Price ankommen, hatten aber noch relativ viel Zeit, sodass wir beschlossen, auf den "Mount Bruce" zu klettern! ... Ich weiß nichtmal genau, warum, schließlich bin ich wirklich kein großer Fan des auf Berge kletterns, was vllt auch meiner fehlenden Ausdauer und meinem geringen Fitnesslevel zuzuschreiben ist...Nichtsdestotrotz machten wir uns auf und liefen los. Schon nach ein paar Minuten hatte man eine tolle Aussicht. Immer weiter ging es, mal über große Steine, dan wieder ebene Wege, bis wir an den Punkt der Erschöpfung kamen. Da aber war die Aussicht auf das Ziel, die Bergspitze, schon so groß, das wollten wir jetzt auch durchziehen :D Also weiter, bis wir nach tausenden Pausen, ständigem Gejammere und Verfluchen des eigenen Körpers (Sorry dafür, Julia :D) endlich angekommen waren! Yeih! HURRA! ... Ok, man hätte sogar noch weiter gehen können, wenn man gewollt hätte... aber ich sehe unser Ziel als die Spitze des Berges. :D Ich war echt unglaublich stolz auf uns! Und die Aussicht war natürlich der Hammer. :) (Unglaublich viele Berge an der Westküste) Wir brauchten für den Aufstieg 2 Stunden und zurück nur eine Stunde. 

Danach ging es dann nach Tom Price, wo wir wieder 2 Nächte verbrachten und wirklich... gar nichts machten :D muss ja auch mal sein. Von dort aus ging es dann wieder weiter zum nächsten Ziel: Exmouth! Da der Weg aber recht weit war, mussten wir nochmal eine Nacht dazwischen auf der Yannarie Rest Station einlegen. 

Roadtrip Westküste: Start!

Mittwoch, 19.07.2017

Nun ging es aber wirklich los! Nochmal volltanken, Musik und Navi an... erstes Ziel: Roadhouse Sandfire

Die Fahrt dauerte ca. 4 Stunden und am Anfang musste ich mich noch etwas an das Auto gewöhnen. Ich fuhr am Anfang doch immer sehr auf der linken Seite, da ich das Auto schlecht von der anderen Seite aus einschätzen konnte.. :D 

...und da kamen sie. Kilometerlange Straßen, die sich einfach nur vor uns geradeaus in der Landschaft erstreckten.! Wir mussten uns erstmal drauf einstellen, regelmäßig zu tanken, da wir nie genau wussten, wann denn nun die nächste Tankstelle kommt. Es gibt dort viele Raststellen und zwischendurch auch mit Klos dabei. 

Da Freecamping in Australien verboten ist, mussten wir auf dem gesamten Roadtrip immer auf Caravanparcs. Die Strafen beim erwischt werden wollten wir dann doch nicht auf uns nehmen. 

Sandfire war also unser erster Stopp. Es gibt dort eine Tankstelle und dahinter einen kleinen Platz, wo wir über Nacht stehen konnten, sogar mit Dusche! Wir waren auch nicht die Einzigen, dort standen auch viele ältere Paare mit ihren großen Wohnwagen (die wir wirklich ÜBERALL gesehen haben :D ), die uns dann auch gerne ansprachen, was so unsere Pläne sind. Außerdem wohnten dort viele Pfauen, ein Rind und ein Kamel. 

Aber weiter gings! Vorbei an sich immer wieder wechselnden Landschaften, Rindern und tollen Aussichten. Weitere Stunden im Auto später und einem kurzen Zwischenstopp am "Eight mile beach" waren wir in Port Hedland, eine Stadt, die bekannt für Ihren Salzabbau ist. Sie sieht sowieso an vielen Stellen aus wie eine Arbeiterstadt. Wir verbrachten dort zwei Nächte, was wir später bei fast jedem Ort so handhabten. Wir stockten unseren Nahrungsvorrat noch einmal auf und versuchten, nach meinem Nervenzusammenbruch, weil ich meinen Ebookreader zerstört hatte, einen neuen zu finden. Schwerer, als erwartet .. Die Stadt selbst teilt sich auf in North und South Port Hedland. Der südliche Teil ist deutlich neuer und bietet viel mehr Einkaufsmöglichkeiten, allerdings muss man erst ein Stück fahren.

 

Einmal im Monat gibt es an bestimmten Stellen der Westküste den sogenannten "Staircase to the moon". Der Vollmond geht über dem Meer auf (Ebbe) und das Licht des Mondes sieht aus wie Treppenstufen. Broome wirbt sehr dafür und so sahen wir uns dieses Phänomen dort an. Aber als wir in Port Hedland ankamen, stellten wir fest, dass wir den Staircase auch von dort sehen konnten. Also ging ich am letzten Abend nochmal ans Meer, um den Mondaufgang ein weiteres Mal zu beobachten. Es ist wirklich wunderschön! :)

So, nächstes Ziel? ... der Karijini Nationalpark! 

Broome und Besuch von Julia!

Dienstag, 13.06.2017

Nachdem ich gut mit dem Flugzeug in Broome angekommen war, ging es für eine Nacht ins Hostel. Ich suchte mir eins ganz in der Nähe des Flughafens, da am nächsten Tag meine Freundin Julia aus Deutschland ankam und ich sie natürlich in Empfang nahm! 

Die Freude war riesig und ich habe sie direkt mit allem vollgeblubbert. :D Also wieder ab ins Hostel (diesmal etwas außerhalb, aber am Meer gelegen) und früh ins Bett, weil die Zeitumstellung ja doch etwas an den Kräften zehrt. 

Am nächsten Tag... war mein Geburtstag!! Jeiij, Jippiih! Hurra! ... und das Beste: ich war nicht alleine! Wir gingen den Tag ganz ruhig an, erstmal ein bisschen die Stadt erkunden und dann schön an den Strand legen. :) Wir durften allerdings nicht ins Wasser, da an dem Tag ein Krokodil gesichtet wurde. Abends ging es dann noch in ein Restaurant. Ich war auf jeden Fall super froh, Julia dabei zu haben.:) Alleine wäre ich wohl doch etwas traurig gewesen..

Julia hatte vor, 6 Wochen mit mir in Australien zu verbringen und wir wollten zuammen die Westküste bis nach Perth runterreisen. Aber bevor es wirklich an die Planung ging, machten wir die nächsten zwei Tage Tagestouren, um Broome und Umgebung etwas mehr zu erkunden, denn das lohnt sich wirklich! 

Erste Tour: Morgens ging es los, erstes Ziel war der "Boab Prison Tree" - der Baum gehört zu einer Art, wobei das Innere des Stammes hohl ist. Dieser bestimmte Baum wurde vor vielen Jahren gefunden und dann oft dazu benutzt, Gefangene, die von Ort zu Ort gebracht wurden,  über Nacht dort einzusperren. Vor die Öffnung wurden dann einfach ein paar Bretter genagelt und dann konnten die Bewacher ruhig schlafen. 

Anschließend ging es zum "Windjana Gorge".  Dort war es wirklich richtig schön! Wir liefen an einem riesigen Berg vorbei und das Wasser war richtig grün, man konnte die Fische schwimmen sehen und ich habe das erste Mal Krokodile in freier Wildbahn gesehen! Die ganze Gegend war echt beeindruckend.

Als letzten Punkt waren wir im "Tunnel Creek" - dies ist ein großer Berg, der innen mit Wasse gefüllt ist. Wir haben also Stirnlampen bekommen (und naße Schuhe) und sind dann durch Wasser und Gestein einmal durch den Berg gelaufen. Es ist sehr interessant und hat schon Spaß gemacht. :D Danach war zwar alles voller Sand und Wasser, aber was solls! Dann ging es wieder nach Hause, was auch wieder mehrere Stunden dauerte.

Zweite Tour: Diesmal ging es zu der Lombadina Aborigine-Gemeide, welche uns in einer kleinen Führung gezeigt wurde. Danach ging es auf eine der bekanntesten Perlenfarmen Westaustraliens, die Cygnet Bay Pearl Farm! Auch dort bekamen wir eine Führung, es war super interessant und wir konnten auch sehen, wie ein Mitarbeiter eine Perle aus einer Auster geholt hat. Uns wurden die verschiedenen Farben und Formen der Perlen gezeigt, sowie die Geschichte und die Zucht der Austern erklärt. Im Anschluss konnten wir sogar mal ein Stück Auster probieren! ... Für mich war es nicht wirklich was, schmeckt halt fischig :D Aber das Fleisch ist härter als gedacht. 

Dort aßen wir dann noch zu Mittag, wo wir uns mit einem tasmanischen Pärchen unterhielten. Diese luden mich direkt ein, ein paar Wochen bei Ihnen zu verbringen! ...Tasmanien war nicht wirklich auf meinem Plan..aber warum nicht ! :D

Als letztes ging es dann noch an einen Strand, wo wir Gelegenheit hatten, etwas zu schwimmen. Danach ging es wieder ab ins Hostel. :)

Die nächsten Tage schauten wir uns noch Broome an, besuchten einen japanischen und chinesischen Friedhof (viele von Ihnen kamen wegen des Perlengeschäftes nach Broome) und besuchten einen Markt. 

Dazu etwas zu der Stadt Broome: Sie ist wirklich nicht groß :D Also echt übersichtlich und dabei hat sie alles, was man so braucht. Es fährt genau ein Bus durch die Stadt und in die etwas außerhalb liegenden Gegenden, wo die meisten Hostels und Unterkünfte zu finden sind. Es gibt viele Restaurants und der Strand dort ist wirklich sehr schön! :) Broome ist außerdem bis jetzt die einzige Stadt, wo ich keine einzige Ampel gesehen habe.. :D (vllt habe ich aber auch eine übersehen.) Julia und ich fanden die Stadt auf jeden Fall echt schön, gutes Wetter hatten wir ja auch (immer um die 28 bis 30 Grad). 

Nun ging es aber mal daran, unseren Roadtrip zu planen! .. Wir hatten mehrere Möglichkeiten. Ein Auto zu kaufen, aber da wir dieses am Ende wieder hätten verkaufen müssen, hätte sich das nicht wirklich gelohnt. Wir hätten mit dem Bus fahren können, aber wir wollten gerne freier sein und alles selbst entscheiden, wo und wann wir halten. Also entschieden wir uns dazu, für 4 Wochen ein Auto zu mieten, welches wir in Perth wieder abgeben konnten. :) Dieses Auto war unser Britzi <3 Es war ein 2WD und wir konnten darin schlafen und kochen. Ich übernahm den Part des Fahrers, da ich als einzige fahren kann :D Ich war froh, dass das Auto Automatik war, das war wirklich einfacher. Ich dachte eigentlich, das Linksfahren würde mir am Anfang mehr Probleme bereiten, aber ich habe mich sehr schnell dran gewöhnt. :) Wir holten also das Auto ab, machten einen Großeinkauf und fuhren auf den ersten Caravanpark! Dieser war noch in Broome, da wir noch 2 Tage da bleiben wollten. Auf dem Caravanpark habe ich dann auch schnell festgestellt, dass der Rückwärtsgang nicht so Britzis Ding ist... Aber gute Übung! :D Außerdem konnten wir uns dann schonmal etwas im Auto einrichten.

Aber dann mussten wir Broome byebye sagen! Unser Roadtrip an der Westküste begann.! :)

Darwin

Dienstag, 13.06.2017

Nach der Schmetterlingsfarm ging es nun weiter für mich nach Darwin. :) Ein Bekannter von Chris nahm mich mit und so war ich schnell dort und in meinem Hostel. :) Hier gedachte ich nun, vier Tage zu verbringen.! Also auf, die nächste Stadt erkunden! ... den ersten Tag allerdings verbrachte ich nur im Hostel. :D Ich war nicht sehr motiviert und musste mich auch am zweiten Tag eher hochquälen, was einerseits am Wetter lag, andereseits war ich aber auch irgendwie total erschlagen. Aber als ich dann den Strand von Darwin besuchte, ging es mir wieder besser. :)

Darwin an sich ist wirklich keine grosse Stadt. Sie liegt am Meer und bietet deshalb nette Strände. Die Stadt selbst besteht aus drei Strassen, eine davon ist die "Partystrasse", wo die meisten Hostels liegen und alle Kneipen und Bars. Es gibt allerdings auch ein paar interessante Sehenswürdigkeiten (meist etwas ausserhalb der Stadt), schöne Wanderwege und ein paar Attraktionen. 

Am nächsten Tag aber ging dann erstmal das Sightseeing los! Ich lief einmal durch die Stadt, was nun wirklich nicht lange dauerte.. und besuchte das Parlamentsgebäude Darwins, sowie die dort enthaltene Stadtbibliothek und das Archiv. Das war schon echt interessant und das Parlamentsgebäude ist wirklich schön. :o Anschließend besuchte ich das Visitorcentre (die gibt in wirklich jeder Stadt, ob groß oder klein und sind eine große Hilfe (: ), um mir ein paar Tips zu holen, wie ich die Tage am Besten nutzen könnte. Also ging es für mich danach zum "Town Wharf", dort gibt es ein Museum über die Geschichte Darwins, genauer gesagt geht es dort um ein großes Kriegsereignis und die Geschichte des RFDS. 

19. Februar 1942, 2. Weltkrieg: Um 09:15 morgens wird der Hafen von Darwin von der ersten Angriffswelle japanischer Flugzeuge angegriffen. Ein paar Stunden später kommt die zweite Angriffswelle. Insgesamt waren ca. 240 Flugzeuge beteiligt, sowie einige Kriegsschiffe. Der Angriff wurde vom gleichen japanischen Befehlsherr geleitet, welcher schon  den Angriff auf Pearl Harbour wenige Monate zuvor geplant hatte. Darwin war komplett unvorbereitet, sie konnten den Angriffen nicht viel entgegensetzen und viele Menschen starben. Dies war der erste Angriff, der in Australien stattfand. 

Heute sieht man in ganz Darwin überall Überbleibsel des Angriffes, viele Museen und Denkmäler.

RFDS: Der "Royal Doctor Flying Service" wurde 1911 von John Flynn ersonnen, da er den Menschen in den abgelegen Gebieten Australiens, besonders im Outback, die Chance einer schnellen und guten Versorgung bei Krankheiten, Unfällen etc geben wollte. 1928 wurde sein Traum dann Wirklichkeit, als ein Freund und Unterstützer die ersten Schritte in die Wege leitete. Über die ganzen weiteren Jahre wurde ein Flugzeug angeschafft, ausgebaut für Krankentransporte und medizische Utensilien und der erste Arzt und Pilot erklärten sich bereit, zu den Menschen zu fliegen. Nach und nach kamen weitere Flugzeuge, Ärzte und auch Krankenschwestern dazu. Die ersten Radios und Telefone" wurden genutzt, um mit den Kranken zu sprechen und bei einem Besuch der Queen in Australien sprach sie mit den Menschen des Outbacks und verlieh dem "Flying Doctors" das "Royal" .

Mittlerweile umfasst der RFDS um die 61 Flugzeuge mit neuesten medizinischen Instrumenten, sie beschränken sich nicht mehr nur auf das Outback, sondern decken 80% Australiens ab und erreichen an die 278 000 Menschen. Wenn es irgendwo Notfälle gibt und Menschen schnell von einem Ort zum anderen gebracht werden müssen, hilft auch hier der RFDS. 

Ich bin absoluter Fan vom RFDS, ich finde es so unglaublich toll, was aus einer Idee entstanden ist, wie viele Menschen dadurch Hilfe bekommen und was alles geleistet wird! Wirklich eine tolle Organisation! <3 

In dem Museum wurde also alles über diese beiden Themen erklärt und gezeigt. Es gab Hologrammfilme, ein RFDS- Flugzeug und viele technische Neuheiten, Hologramme des damaligen Bürgermeisters von Darwin, dem man verschiedene Fragen über den Angriff der Japaner stellen kann und vieles mehr. Vor allem den Einsatz einer virtuellen Brille fand ich klasse. Es war das erste Mal,dass ich so eine Brille ausprobiert habe. Man konnte den Luftangriff der Japaner miterleben, war mal auf einem Schiff, im Flugzeug, dazu gab es einen Sprecher. Es war wirklich schon ein interessanter Ausflug in das Museum.

Anschießend lief ich noch etwas am Wharf entlang, man sieht viele Schiffe, es gibt dort einen Strand und Restaurants, es ist ganz hübsch da.

An meinem letzten Tag sah ich mir noch das normale Museum an, welches außerhalb liegt und sah mir einen weiteren Stadtteil an.. naja, eigentlich habe ich mir eher den Strand angeschaut :D an dem Tag war auch der wöchentliche Night Market am Strand, er startet zum Sonnenuntergang. Dort gibt es so unglaublich viel zu essen! Man kann sich viele Shows ansehen und Musikbands spielen. Der Market ist zu empfehlen! 

Aber meine Zeit in Darwin ging wieder zu Ende.. am nächsten Tag ging mein Flug nach Broome, die Stadt liegt weiter westlich und dort bekam ich weiteren Besuch von Zuhause!

 

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